Ein Oldtimer mit bewegender Geschichte:
Eine kleine Reise in die Vergangenheit
Um 1925: Florette am Aussensteg von Marina Carrara beim Beladen von Marmor. Das Schiff ist erst zur Hälfte mit ca. 80t beladen. Der Bug taucht bereits tief ins Wasser.
Malta: Entladen der Marmorplatten aus der Hauptladeluke. Die Kombüse ist hinter dem Vormast zu sehen. An Deck befindet sich eine Ersatzspiere (Grossbaum).
Lipari, 60er Jahre: Florette am Ende Ihrer Zeit als eines der letzten originalen Frachtsegler des Mittelmeeres. Vor Lipari wird Bimsstein geladen.
Damals alltäglich: Mastenwald von Viareggio.
Eine Brigantine im Mittelmeer, mitten in einer Flaute.
Benetti-Picchotti Werft: sehr seltener Stapellauf, mit dem Bug voran.
Picchotti-Werft: Geburtsstunde eines neuen Frachtseglers.
Nostalgischer Anblick im Hafen von Genua.
Picchotti-Werft 1920: Stapellauf eines Schoners.
Die berühmte Simonetta in den 20er Jahren. Ebenfalls aus der exzellenten Picchotti-Werft.
Porto Santa Stefano in der Toskana.
Ein Schwesternschiff von Florette: Brigantine Flora beim Beladen von Marmorblöcken in Viareggio. Es wurde 1920 erbaut und ist im Krieg gesunken.
Die Arbeit auf dem Rah kann lebengefährlich sein, vor allem in der Nacht und bei Sturm.
Das schöne Klipperheck von Florette ragt aus dem Wasser. 1936 erst wurde die Brücke gebaut, um besseren Schutz bei schlechtem Wetter zu bieten.
Navicelli und Tartanas vor Anker: Typisch toskanische Kleinfrachtsegler (beladbar bis 150t) mit grossem Lateinsegel oder Kuttertakelage. Es reichten 2-3 Personen aus, um diese Schiffe zu segeln.
Dieses und das folgende Bild: in der berühmten Picchotti-Werft entstehen zwei neue Frachtsegler. Um 1910 wurden die Schiffe meist aus gewachsten Eichenstämmen gebaut. Alltägliche Szene auf der Picchotti-Werft: Handwerker bei Ihrer Arbeit.
Einer der berühmtesten Kapitäne Italiens: Antonio Antonini aus Viareggio, der mit über 80 Jahren noch in den fernen Osten mit einer einfachen Barke segelte. Decksaufnahme: Wo sich heute die Kombüse befindet, war früher ein Ruderboot befestigt, mit dem die Mannschaft das Schiff bei Flaute schleppte. Eines der stolzesten Schiffe von Viareggio Bienaime unter dem Kommando von Francesco Padolechia. Die Schiffe wurden Barcobestia genannt. Der Name kommt aus dem Englischen Begriff "best boat" - bestes Boot.
Strandung einer Brigantine im schweren Wintersturm bei Marina Carrara. Um sich die Kosten für die Werft zu sparen, zog man das Schiff auf die Seite, um die Unterwasserarbeiten durchzuführen. Diese Technik ist inzwischen ausgestorben. Hier sieht man, wie per Hand die Schiffsplanken geschnitten werden. Der Erfahrene führt oben die Säge, während der Lehrling unten zieht.

Eines der besonderen Merkmale der Picchiotti-Schiffe ist das elegante Heck mit dem sich vergrössernden Vorschiff.
Florette beim Beladen mit grossen Marmorblöcken in Marina Carrara. Die Blöcke wurden auf Zugschienen mit Ochsen oder Dampflocks bis zum Schiff geschleppt. Von dort wurden sie mit Hilfe des grossen Krans durch die Hauptluke gehoben und seefest vertaut. Es war sehr wichtig, dass diese Arbeit sorgfältig erledigt wurde. Wenn bei Seegang einer dieser Blöcke zu rutschen begann, konnte das Schiff Schlagseite bekommen und kentern.
Ein Spruch unter Schiffbauern lautet:

Für einen guten Rahsegler braucht man für den Bug einen Schiffbauer, aber das Heck verlangt die Kunst eines Meisters.

Um 1900 Brigantino Viareggio bei Marina Carrara: eine Brigantine mit ca. 200t Fracht beim Verlassen des Ankerplatzes unter Segel. Die drei dreieckigen Vorsegel sind bereits gesetzt, und die Rahsegel werden gerade vorbereitet
Das Entladen von Marmorplatten: im Hintergrund ist ein kleines Deckspill zu sehen, mit dem man kostengünstig ohne weitere Hilfe das Schiff löschen (entladen) konnte.
1920: Ein toskanischer Zweimaster voll beladen in einer Flaute. Alle Segel sind gesetzt, mit der Hoffnung auf Wind.
Bei einem Sturm ist die Ladung verrutscht. Fussleinen wurden an Deck gespannt, damit die Mannschaft nicht während des Segelns über Bord gespült wird.
Navicelli unter vollen Segeln und randvoll beladen.
Tartana beim Trocknen der Segel.
Die Brigantine Araldo, 1920 erbaut, ist eines der wenigen Segelschiffe dieser Zeit, ohne Maschine.
Stürme und Flauten waren Hauptursache, dass Schiffe sanken.
Das Schwesterschiff von Florette: Simonetta
Eine Picchiotti-Brigantine, und damit ein Schwesterschiff von Florette.